Finanzmärkte

Wird 2016 das Börsendesaster Jahr?

Das Jahr 2016 ist gerade mal 40 Tage alt und schon zeichnet sich ein düsteres Bild an den Börsen ab. Und das ist am Anfang eines Jahres kein gutes Zeichen für den Rest des Jahres.

Ein Fehlstart lässt schlimmeres vermuten

chart-dax-10022016Wenn die internationalen Finanzmärkte am Anfang des Jahres zusammenbrechen, dann sind das Vorboten einer wirtschaftlichen Krise, die auch die Realwirtschaft betreffen werden. So ist der Dax bereits über 15% eingebrochen, während der Euro gestiegen ist und vor allem der Bund Future auf neue Rekordhochs gestiegen ist. Besonders die neuen Rekordhochs beim Bund Future sind als Warnzeichen zu sehen, denn die internationalen Großanlegen ziehen das Geld aus den Aktienmärkten ab und investieren es in sichere Anlagen. Es wird also damit gerechnet, dass die Realwirtschaft ähnlich wie 2008 sinken wird, also die Wirtschaft in eine Rezession verfällt.

Bei der Suche nach Sicherheit sind deutsche Staatsanleihen aufgrund der Bönität natürlich erste Wahl, aber ein Bund Future von 165 ist der Wahnsinn. Es bedeutet nämlich, daß die Anleger bereit sind NEGATIVE ZINSEN zu bezahlen, nur um das Geld sicher anzulegen. Während das bei einem Bund Future Stand von 160 nur kurzfristige Anlagen betrifft, sind bei einem Stand von 165 sogar 8 jährige Laufzeiten mit einem negativen Zins versehen.

Das Problem der negativen Zinsen

Für Hausbauer und Hausfinanzierer sind die niedrigen Zinsen sicher ein Segen. Wenn man einen Kreditvergleich online macht, dann stellt man fest, daß die Zinsen für eine Hausfinanzierung noch nie so niedrig waren. Man kann also fast für umsonst riesige Kredite aufnehmen, wenn man die nötigen Sicherheiten in Form von Immobilien hat. Das wiederum führt langfristig zu einer Blase am Immobilienmarkt. Die Immobilienpreise werden weiter steigen und damit auch die Mieten.

Ein großes Problem sind die niedrigen Zinsen auch für die private Altersvorsorge. Denn die Anbieter können keine Zinsen mehr am Kapitalmarkt auf die Anlagegelder der Kunden erhalten und haben es so schwer eine Rendite zu erwirtschaften. Das ist besonders schwer für die Lebensversicherungen, die teilweise recht hohe Garantieverzinsungen auf Altverträge bieten müssen.

Damit wird es für die Deutschen immer schwieriger für das Alter vorzusorgen. Die staatlich geförderte Riester Rente und Rürup Rente sollten in diesem Zinsumfeld stärker gefördert werden. Doch das ist teuer und in Zeiten von Milliardenaufwendungen für die Flüchtlingskrise kaum zu erwarten. Der Dumme ist wieder der deutsche Sparer, denn er bekommt keine sinnvolle Anlagemöglichkeit, damit man im Alter von den Ersparnissen leben kann!